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Berufliche Qualifikationen

Therapeut:in als Doktorand:in der Psychologie: was bedeutet das?

Doktorand:innen haben ein Promotionsprogramm begonnen, meist die wesentlichen Kurse und Prüfungen abgeschlossen und arbeiten nun an Forschung und Dissertation, haben den Doktortitel aber noch nicht erhalten.

Viele Doktorand:innen besitzen bereits einen Master und haben Therapieerfahrung. Der Titel zeigt, dass jemand in fortgeschrittener Ausbildung ist, die therapeutische Kompetenz hängt aber mehr von Schwerpunkt, klinischer Ausbildung und Erfahrung ab als vom Studienstand.

Für wen kann es passen?

  • Menschen, die eine Fachperson suchen, die nah an aktueller Forschung ist
  • Wer ein Anliegen hat, das im Ausbildungs- und Erfahrungsbereich der Fachperson liegt
  • Menschen, denen therapeutische Beziehung und gemeinsame Kultur wichtiger sind als Titel
  • Wer Therapie mit klaren Schritten beginnen möchte

Etwas anderes passt eventuell besser, wenn…

  • Bedarf an ärztlicher Abklärung oder Medikamenten: Psychiater:innen
  • Sehr komplexe Anliegen, die eventuell lange Erfahrung in genau diesem Bereich erfordern

Wie funktioniert es?

Wie andere Psycholog:innen arbeiten Doktorand:innen gesprächsbasiert: Erstabklärung, Vereinbarung von Zielen und Therapie mit der Methode, in der sie ausgebildet sind. Sie sind keine Ärzt:innen und verschreiben keine Medikamente.

In vielen Systemen arbeiten Fachpersonen in Ausbildung unter Supervision oder beraten sich mit einer klinischen Supervisorin. Ob Doktorand:innen in Ihrem Land selbstständig arbeiten dürfen, hängt von den dortigen Regeln und ihren früheren Abschlüssen ab.

Kurz verglichen: Eine abgeschlossene Promotion heißt, die Forschung ist beendet und der Titel verliehen; Psychiater:innen sind Ärzt:innen und können verschreiben; Berater:innen konzentrieren sich auf Lebens- und Beziehungsfragen. Nach Abschluss, Schwerpunkt und Erfahrung zu fragen ist völlig normal.

Was Sie in Online-Sitzungen erwartet

Online Sitzungen dauern oft etwa fünfzig Minuten bis eine Stunde und finden meist wöchentlich oder alle zwei Wochen statt. Der Ablauf unterscheidet sich kaum von dem bei anderen Psycholog:innen.

Wie in jeder Therapie verläuft Fortschritt schrittweise und hängt von Beziehung und gemeinsamer Arbeit ab. Kein Ergebnis ist garantiert, und wenn es nicht passt, dürfen Sie das ansprechen.

Beispiele

Die Beispiele sind fiktiv und dienen der Veranschaulichung.

Eine Therapeutin in Ihrer Sprache in Australien

Roozbeh lebt in Melbourne und möchte mit jemandem sprechen, der Persisch spricht und das Leben nach der Migration kennt. Er findet eine Therapeutin, die Doktorandin ist und seit Jahren mit Angst arbeitet. Vor dem Start fragt er nach Erfahrung und klinischer Supervision. Ein fiktives Beispiel.

Vor der Buchung fragen

Azadeh weiß nicht, was "Doktorand:in" bedeutet. Im Kennenlerngespräch fragt sie, welche Abschlüsse vorliegen und wie viele Jahre Praxis. Die Geschichte ist erfunden.

Die Beziehung zuerst

Sina war früher bei einem Therapeuten mit höherem Titel, fühlte sich aber nie wohl. Jetzt arbeitet er mit einer Doktorandin und fühlt sich gehört. Nur zur Veranschaulichung.

Therapeut:innen mit Erfahrung in Doktorand in Psychologie

Diese Therapeut:innen führen dies in ihrem Profil. Alle Sitzungen finden online und auf Persisch statt.

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Häufige Fragen

Dürfen Doktorand:innen Therapie anbieten?

Das hängt von früheren Abschlüssen und den Regeln Ihres Landes ab. Viele haben einen Master und Therapieerfahrung; fragen Sie direkt nach.

Was unterscheidet Doktorand:innen von promovierten Psycholog:innen?

Promovierte Psycholog:innen haben die Forschung abgeschlossen und den Titel erhalten. Doktorand:innen sind noch dabei, diese Phase abzuschließen.

Ist die Qualität geringer?

Nicht unbedingt. Klinische Erfahrung, Ausbildung in einer passenden Methode und die therapeutische Beziehung zählen oft ebenso viel wie der Abschluss.

Dürfen Doktorand:innen Medikamente verschreiben?

Nein. Verordnungen erfolgen durch Ärzt:innen, etwa Psychiater:innen. Bei Bedarf werden Sie weiterverwiesen.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Einschätzung. Wenn Sie in akuter Gefahr sind oder daran denken, sich etwas anzutun, wenden Sie sich an den örtlichen Notruf. Sofortige Hilfe