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Themen und Beschwerden

Sucht und Substanzkonsum: Therapie mit persischsprachiger Therapeut:in

Problematischer Substanzkonsum bedeutet, dass Alkohol, Drogen, Beruhigungs- oder Aufputschmittel nach und nach mehr Raum einnehmen und Gesundheit, Arbeit, Beziehungen oder innere Ruhe schaden. Viele beginnen mit "nur zum Entspannen" und merken später, dass Aufhören schwerer ist als gedacht.

Nach einer Auswanderung können Einsamkeit, Stress, Arbeitslosigkeit oder alte Wunden den Konsum verstärken. Scham und Angst vor dem Urteil der Gemeinschaft führen oft dazu, dass Hilfe spät gesucht wird. Wenn Sie sich um Ihren eigenen Konsum oder den eines geliebten Menschen sorgen, ist es ein Zeichen von Stärke, darüber zu sprechen.

Für wen kann es passen?

  • Sie konsumieren mehr als geplant oder es fällt Ihnen schwer, weniger zu nehmen
  • Sie greifen zu Substanzen, um Stress, Traurigkeit oder Einsamkeit zu bewältigen
  • Der Konsum hat Ihrer Arbeit, Familie oder Beziehungen geschadet
  • Sie haben aufgehört oder reduziert und möchten einem Rückfall vorbeugen
  • Sie sorgen sich um den Konsum eines Angehörigen und wissen nicht weiter

Etwas anderes passt eventuell besser, wenn…

  • Ein plötzlicher Entzug von Alkohol oder bestimmten Medikamenten und Drogen kann gefährlich sein; reduzieren oder beenden Sie den Konsum bitte immer unter ärztlicher Begleitung
  • Bei Überdosis, Krampfanfällen, Halluzinationen, starker Verwirrung oder Gedanken an Selbstverletzung rufen Sie sofort den Notruf
  • Bei schwerer Abhängigkeit kann zunächst ein spezialisiertes oder stationäres Behandlungsangebot nötig sein, mit Online-Therapie als Ergänzung

Wie funktioniert es?

Die Therapie beginnt ohne Urteil: Welche Rolle spielt der Konsum in Ihrem Leben, was beruhigt er und was kostet er? Ein Ansatz wie die motivierende Gesprächsführung hilft Ihnen, Ihre Beweggründe und Zweifel klarer zu sehen und selbst ein Ziel festzulegen, ob Reduzieren oder ganz Aufhören.

Verbreitet sind auch kognitive Verhaltenstherapie und Rückfallprävention: Risikosituationen erkennen, mit Suchtdruck umgehen, neue Wege im Umgang mit Gefühlen finden und ein unterstützendes Umfeld aufbauen.

Oft stehen Angst, Depression oder schmerzhafte Erfahrungen hinter dem Konsum, und auch daran wird gearbeitet. Die Therapie kann parallel zu ärztlicher Betreuung, Selbsthilfegruppen oder spezialisierten Programmen laufen.

Was Sie in Online-Sitzungen erwartet

Die Sitzungen finden online, auf Persisch und vertraulich statt, sodass Sie Hilfe bekommen, ohne in einer kleinen Community gesehen zu werden. Zu Beginn fragt Ihre Therapeut:in nach Ihrem Konsummuster und Ihrer Gesundheit, damit ein möglicher Bedarf an ärztlicher Betreuung mit Ihnen besprochen werden kann.

Veränderung beim Konsum geschieht oft schrittweise, und für viele Menschen ist ein Ausrutscher Teil des Weges, nicht sein Ende. Viele arbeiten mehrere Monate oder länger mit einer Therapeut:in.

Beispiele

Die Beispiele sind fiktiv und dienen der Veranschaulichung.

Ein Glas nach der Arbeit

Saeed lebt allein in England und trank nach der Arbeit, um der Einsamkeit zu entkommen. Aus einem Glas wurden langsam mehrere. Mit seiner Ärztin und seiner Therapeut:in machte er einen Plan zum Reduzieren und lernte in den Sitzungen, seine Abende anders zu füllen.

Sorge um den Bruder

Fatemeh sorgte sich um den Drogenkonsum ihres Bruders, und jedes Gespräch endete im Streit. In der Therapie lernte sie, ohne Vorwürfe mit ihm zu sprechen und auch auf sich selbst zu achten.

Rückfällen vorbeugen

Ramin hatte vor Monaten aufgehört, doch in stressigen Situationen kam der Suchtdruck zurück. Mit seiner Therapeut:in erkannte er seine Risikomomente und hatte für jeden einen Plan.

Therapeut:innen mit Erfahrung in Substanzkonsum

Diese Therapeut:innen führen dies in ihrem Profil. Alle Sitzungen finden online und auf Persisch statt.

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Häufige Fragen

Kann ich mit Online-Therapie aufhören?

Therapie kann ein wichtiger Teil des Weges sein, doch das Absetzen mancher Substanzen wie Alkohol oder Beruhigungsmittel sollte ärztlich begleitet werden, weil ein plötzlicher Entzug gefährlich sein kann.

Was, wenn ich nicht ganz aufhören möchte?

Ihre Therapeut:in zwingt Ihnen kein Ziel auf. Viele beginnen mit dem Ziel, weniger zu konsumieren, und die Therapeut:in hilft Ihnen, eine informierte und sichere Entscheidung zu treffen.

Bleibt mein Konsum vertraulich?

Ja. Was Sie in den Sitzungen erzählen, ist vertraulich und wird weder Familie noch Arbeitgeber oder Community mitgeteilt, außer in seltenen Fällen ernster Gefahr für ein Leben.

Wann brauche ich sofort ärztliche Hilfe?

Bei starkem Zittern, Krampfanfällen, Halluzinationen, Verwirrung, Anzeichen einer Überdosis oder Gedanken an Selbstverletzung rufen Sie bitte sofort den Notruf.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Einschätzung. Wenn Sie in akuter Gefahr sind oder daran denken, sich etwas anzutun, wenden Sie sich an den örtlichen Notruf. Sofortige Hilfe