Zum Hauptinhalt springen
Themen und Beschwerden

Hilfe bei Angst und Panikattacken auf Persisch

Angst ist eine natürliche Reaktion auf Gefahr, doch manchmal wird sie übermäßig und dauerhaft. Ihr Kopf fragt vielleicht ständig „Was, wenn?“, Ihr Körper bleibt in Alarmbereitschaft, und zur Ruhe zu kommen fällt schwer.

Eine Panikattacke ist eine plötzliche Welle intensiver Angst, oft mit Herzrasen, Atemnot, Zittern oder dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Nach der ersten Attacke fürchten viele die nächste und meiden Orte wie die U-Bahn oder Geschäfte. Angst und Panik gehören zu den häufigsten Gründen, eine Therapeut:in aufzusuchen, und sprechen oft gut auf Behandlung an.

Für wen kann es passen?

  • Sie machen sich fast ständig Sorgen und kommen gedanklich nicht zur Ruhe
  • Sie erleben plötzliche starke Angst mit Herzrasen oder Atemnot
  • Sie meiden Orte oder Situationen aus Angst vor der Angst
  • Muskelverspannung, Schlafprobleme oder Unruhe sind Dauerbegleiter
  • Sorgen um Aufenthalt, Arbeit oder die Familie im Iran rauben Ihnen den Schlaf

Etwas anderes passt eventuell besser, wenn…

  • Bei erstmaligen Brustschmerzen oder Atemnot wenden Sie sich zuerst an eine Ärzt:in oder den Notruf, um körperliche Ursachen auszuschließen
  • Wenn die Angst mit Suizidgedanken einhergeht, kontaktieren Sie sofort den örtlichen Notruf oder eine Krisenhotline

Wie funktioniert es?

Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist einer der häufigsten Ansätze bei Angst. Sie lernen, den Kreislauf aus Gedanken, Körperempfindungen und Vermeidung zu erkennen und katastrophisierende Gedanken durch realistischere zu ersetzen.

Bei Panik hilft Ihnen die Therapeut:in oft, Körperempfindungen besser zu verstehen und sich schrittweise und geplant den gemiedenen Situationen zu stellen. Diese Konfrontation geschieht behutsam und Schritt für Schritt.

Atemübungen, Entspannung und akzeptanzbasierte Ansätze können ebenfalls helfen. Bei starken Beschwerden kann eine Psychiater:in prüfen, ob Medikamente sinnvoll sein könnten.

Was Sie in Online-Sitzungen erwartet

Die Sitzungen finden online auf Persisch statt und bieten einen sicheren Raum für Ihre Sorgen. Zu Beginn erkunden Sie gemeinsam, wo und wie die Angst auftritt.

Zwischen den Sitzungen gibt es meist kurze Übungen. Viele Menschen fühlen sich oft innerhalb einiger Wochen bis Monate sicherer, wobei das Tempo individuell ist.

Beispiele

Die Beispiele sind fiktiv und dienen der Veranschaulichung.

Nima in der U-Bahn

Nima hatte in Toronto eine Panikattacke in der U-Bahn und fuhr danach nur noch Bus und Taxi. In der Therapie lernte er, dass seine Körperempfindungen nicht gefährlich sind. Mit einem Stufenplan probierte er zuerst eine Station, dann längere Strecken. Heute fährt er wieder mit der U-Bahn zur Arbeit.

Leila und die endlosen Sorgen

Leila grübelte nachts stundenlang darüber, was ihren Eltern im Iran zustoßen könnte. Ihre Therapeut:in half ihr, nützliche Sorge von Grübeln zu unterscheiden. Sie legte eine feste Zeit für ihre Sorgen fest. Allmählich schlief sie besser.

Reza vor Besprechungen

Vor jeder Präsentation zitterten Rezas Hände und seine Stimme wurde eng. Mit seiner Therapeut:in prüfte er Gedanken wie „Alle merken, dass ich unfähig bin“. Er übte zuerst in kleineren Situationen. Die Angst verschwand nicht ganz, hielt ihn aber nicht mehr zurück.

Therapeut:innen mit Erfahrung in Angst und Panikattacken

Diese Therapeut:innen führen dies in ihrem Profil. Alle Sitzungen finden online und auf Persisch statt.

Alle Therapeut:innen ansehen

Häufige Fragen

Sind Panikattacken gefährlich?

Panikattacken sind sehr unangenehm, verursachen aber meist selbst keinen körperlichen Schaden. Treten Beschwerden erstmals auf oder gehen mit Brustschmerzen einher, sollte dennoch eine Ärzt:in körperliche Ursachen abklären.

Warum sollte ich beängstigende Situationen nicht einfach meiden?

Vermeidung bringt kurzfristig Erleichterung, verstärkt die Angst aber oft langfristig. Ihre Therapeut:in hilft Ihnen, sich schrittweise und in einem für Sie tragbaren Tempo zu stellen.

Verschwindet die Angst ganz?

Etwas Angst gehört zum Leben. Ziel der Therapie ist meist, dass die Angst Ihr Leben nicht mehr einschränkt und Sie bessere Werkzeuge im Umgang mit ihr haben.

Was tue ich in einer Krise?

Wenn Sie sich in Gefahr fühlen oder an Selbstverletzung denken, wenden Sie sich jetzt an den örtlichen Notruf oder eine Krisenhotline in Ihrem Land. Eine Therapiesitzung ersetzt keine sofortige Hilfe.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Einschätzung. Wenn Sie in akuter Gefahr sind oder daran denken, sich etwas anzutun, wenden Sie sich an den örtlichen Notruf. Sofortige Hilfe