Die ISTDP achtet genau auf den gegenwärtigen Moment. Wenn Sie von einer konkreten Situation erzählen, etwa einem Streit mit dem Partner oder dem Verhalten Ihres Vaters, fragt die Therapeut:in, was Sie gerade im Körper spüren. Diese Aufmerksamkeit für Details hilft, das eigentliche Gefühl unter Erklärungen und Rechtfertigungen hervorzuholen.
Ein weiterer zentraler Teil ist das Erkennen von Abwehr: Dinge, die wir automatisch tun, um Schmerzhaftes nicht zu fühlen, zum Beispiel lächeln, wenn wir traurig sind, das Thema wechseln oder uns selbst beschuldigen. Die Therapeut:in macht diese Muster respektvoll sichtbar, damit Sie selbst entscheiden können, ob Sie sie weiter nutzen möchten.
Außerdem beobachtet die Therapeut:in Ihr Angstniveau und seine körperlichen Zeichen. Steigt die Angst zu stark, wird das Tempo verlangsamt und zunächst Beruhigung und Verstehen in den Vordergrund gestellt. Die Arbeit ist also intensiv, aber nicht rücksichtslos.